Abi 2011 – Verabschiedung eines guten Jahrganges

Berlins Abiturnoten halten sich auf dem guten Niveau des Vorjahres. Mittels des Zentralabiturs sind die Noten deutlich besser ausgefallen als noch vor fünf Jahren: Der Durchschnitt für ganz Berlin beläuft sich auf 2,4 (2006: 2,7). Von den rund 12 000 Schülern erzielten insgesamt 263 sogar den Notendurchschnitt 1,0 oder 1,1. Die Zahl der „Durchfaller“ beläuft sich wie auch zuvor auf 550. Insgesamt unterzogen sich 42 Prozent aller Berliner Jugendlichen der Abiturprüfung.

Laut den Schulen sind die guten Resultate auf die fünfte Prüfungskomponente, eine eigenständige Hausarbeit oder Präsentation, des Zentralabiturs zurückzuführen. Überdies ist das Anforderungsniveau der zentralen Prüfungen, im Vergleich zu dem, was bisher anspruchsvolle Gymnasien ihren Abiturienten abverlangt haben, heruntergeschraubt worden.

Das Humboldt-Gymnasium in Tegel, das Spandauer Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das Gymnasium Steglitz, das Canisius-Kolleg u.a. verzeichnen Spitzenschüler. Auch das Arndt- und Beethoven-Gymnasium, Gesamtschulen wie Sophie-Scholl-, Martin-Buber- und Gustav-Heinemann- Schule sowie Oberstufenzentren wie das OSZ für Technische Informatik (TIEM) tummeln sich auf den vorderen Plätzen.

Doch auch weniger Freudiges macht sich unter den Berliner Abiturienten breit: Inzwischen ist die Zahl auf 41 Schulen gestiegen, die durch die Eventagentur Easy-Abi über den Tisch gezogen wurden. Die Polizei schätzt die derzeitige Schadenssumme auf 700.000 Euro.

Letztlich ist der diesjährige Jahrgang deshalb so besonders, da erstmals kein Abiturient aufgrund der Abschaffung der Wehrpflicht zum Bund muss.

Gabriella Rochberg

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/ein-guter-jahrgang-mit-abstrichen/4322326.html

Hauptschule ade

Laut den Plänen der CDU-Bildungskommission ist die Hauptschule schon bald Vergangenheit. Haupt- und Realschule sollen künftig zur Oberschule zusammengefasst werden.

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingesetzte Bildungskommission der CDU spricht sich dafür aus, das dreigliedrige Schulsystem hinter sich zu lassen und Haupt- und Realschulen unter einen Hut zu fassen. Kommissionsvorsitzender Roland Wöller (CDU), sächsischer Kulturminister, äußerte sich „Der Welt“ gegenüber folgendermaßen: „Wir werden dem Parteivorstand vorschlagen, dieser Schule den Namen Oberschule zu geben.“ Das Gymnasium soll weiterhin bestehen bleiben. Laut Wöller sei die Hauptschule „nicht zu retten“. Bei der Mehrheit der Eltern findet sie zudem keine Akzeptanz mehr.

Die Expertenkommission entwirft nun eine Vorlage zur Bildungspolitik, über die im November der CDU-Parteitag eine endgültige Entscheidung trifft. „Die Welt“ berichtet, der Plan stelle eine Übertragung des sächsischen Schulmodells auf ganz Deutschland dar.

Gabriella Rochberg

Quelle: http://www.focus.de/schule/schule/bildungspolitik/bildungskommission-aus-fuer-die-hauptschule_aid_630293.html

Mythen und Irrtümer übers Lernen

Liegt Mathematik Jungs tatsächlich besser, machen Musik und Sport klug und fördert Latein das logische Denken?

In Zeiten steigender Globalisierung und immer dürftiger werdender Arbeitsplätze weisen Eltern der Bildung ihrer Kinder eine höhere Priorität zu als früher. Unsere Schützlinge soll eine möglichst aussichtsreiche Zukunft erwarten und aus diesem Grunde ist der Schulerfolg von so magnifikanter Bedeutung. Hausaufgaben werden kontrolliert, regelmäßiger Kontakt zu Lehrern gehalten und Formeln abgefragt. Doch das ist noch lange nicht ausreichend. Für das Wohl unserer Kinder streben wir in Sachen Bildung stets nach dem aktuellsten Stand.

Unzählige Heftchen mit Denkübungen werden geholt, Fahrservice zum Sport und Klavierunterricht eingerichtet, denn auch das spornt den IQ unserer Schützlinge an. Doch stimmt das eigentlich auch alles, was wir Eltern zu wissen glauben? Doch siehe da, vieles ist laut momentanem Stand der Forschung falsch. Einiges ist zumindest nicht ganz so, wie wir es annehmen.

Eltern können sich entspannen, denn die guten Nachrichten sind: Kinder verfügen nicht über weniger IQ, nur weil sie keine Lateinkenntnisse aufweisen. Sie haben keine Nachteile in der Schule, wenn sie Gehirnjogging ablehnen oder, statt in die Musikstunde zu gehen, lieber die Theatergruppe besuchen. Allerdings können Eltern ihre Kinder unterstützen, d.h. ihnen Mut machen, sie bei Niederlagen trösten, Einsatz und Hingabe loben und unangenehme Wahrheiten sollten nicht vorenthalten werden.

Gabriella Rochberg

Quelle: http://www.focus.de/schule/lernen/tid-9722/mythen-20-irrtuemer-uebers-lernen_aid_297174.html

Innovative Schulkonzepte 2011

Einmal im Jahr machen sich die Robert Bosch- und die Heidehof-Stiftung auf die Suche nach der besten Schule des Landes. Der Sieger wird mit 100.000 Euro prämiert.

Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule aus Göttingen geht als Sieger nach der Suche der besten Schule des Landes hervor. Den von dort angereisten Schülern wurde von Bundespräsident Christian Wulff die mit 100.000 Euro prämierte Auszeichnung überreicht.

Laut Angaben der Jury sei die Göttinger Schule modellhaft. Von der fünften bis zur zehnten Klasse werden Gymnasiasten, Haupt- und Realschüler gemeinsam unterrichtet, bis zur achten Klasse überdies keine Noten vergeben. “In den Schulen werden die Grundlagen für die Zukunft unseres Landes gelegt”, so Wulff bei der Preisverleihung in der Berliner St. Elisabeth-Kirche. Aus diesem Grunde sei es von großer Bedeutung, dass exzellente Unterrichtskonzepte Schule machten.

Insgesamt wurden sieben Schulen für ihre innovativen Lehrkonzepte ausgezeichnet. Vier weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhielten das Johann-Schöner-Gymnasium in Karlstadt (Bayern), die Marktschule Bremerhaven, die Gemeinschaftsgrundschule Hackenberg in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) und die Ganztagsschule Johannes Gutenberg in Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt). Zwei Sonderpreise von je 15.000 Euro wurden dem Genoveva-Gymnasium in Köln und der Heinz-Brandt-Schule in Berlin überreicht.

Gabriella Rochberg

Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-06/schulpreis-goettingen-wulff

Mangelnde Berufsvorbereitung an deutschen Schulen

62 Prozent der Eltern in Deutschland sprechen sich laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage  für eine ungenügende Berufsvorbereitung ihrer Schützlinge in der Schule aus. Doch die Eltern haben einige Verbesserungsvorschläge.

Berufsvorbereitung in der Schule? Für viele Eltern steht dies unter einem schlechten Stern. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) übt Kritik am deutschen Schulsystem insgesamt. Viele Mütter und Väter sehen es aber auch als ihre Aufgabe, die eigenen Kinder vorzubereiten: Rund drei Viertel (74 Prozent) meinen, dass Eltern verstärkt als stützende Hand fungieren sollten, damit Schulen sich verbessern könnten. Noch mehr Eltern (82 Prozent) vertreten die Meinung, dass dem Schulleiter mehr Verantwortung zugesprochen werden sollte, um beispielsweise Lehrer selbstständig einzustellen bzw. zu entlassen oder das Schulbudget zu koordinieren.

Zu den weitere Verbesserungsvorschlägen zählen: eine stärkere individuelle Förderung der Kinder (96 Prozent), bessere Ausstattung der Schulen (94 Prozent), besser ausgebildete Lehrer und kleinere Klassen (je 93 Prozent). An der Umfrage im Auftrag der Zeitschrift «Stern» nahmen 706 Mütter und Väter mit Kindern zwischen 5 und 17 Jahren teil.

Gabriella Rochberg

Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1168012